Über mich

Veröffentlicht am 3. Juni 2026 um 23:26

Ich bin Rafaela. Ich liebe Bücher, Worte und ruhige Momente in der Natur – meistens mit meinem Hund neben mir, selten ohne ein Buch in Reichweite und fast immer mit dem Gefühl, dass die schönsten Dinge des Lebens ganz leise ankommen.

Schon als Kind war ich am liebsten dort, wo es Geschichten gab. In Büchern konnte ich Welten betreten, die kein Zimmer je hätte fassen können. Worte waren für mich nie nur Mittel zum Zweck – sie waren Trost in schwierigen Momenten, Rückzugsort, wenn die Welt zu laut wurde, und manchmal kleine Wegweiser, die mir zeigten, wer ich sein wollte. Dieses Gefühl, dass Sprache etwas in mir berühren und verändern kann, hat mich nie losgelassen und begleitet mich bis heute.

Heute bin ich Mama, und ich erlebe jeden Tag aufs Neue, wie viel ein einziger Satz bewegen kann. Wie ein liebevolles Wort ein weinendes Kind auffängt. Wie ein unbedachter Satz kleiner macht, als er sollte. Wie ein „Das schaffst du” in einem schwachen Moment plötzlich Berge versetzen kann – und wie ein Kind, das sich wirklich gesehen fühlt, aufblüht wie eine Blume nach dem Regen. Und gleichzeitig: Wie genau Kinder zuhören. Gerade dann, wenn wir denken, sie sind abgelenkt. Gerade dann, wenn wir glauben, es hört niemand zu.

Einmal, nach einem langen, anstrengenden Tag, hat eines meiner Kinder zu mir gesagt: „Mama, du bist auch müde – komm, ich erzähl dir was Schönes.” Ich saß da und konnte kaum sprechen. In diesem Augenblick habe ich verstanden, dass Kinder uns genau die Worte zurückgeben, die wir ihnen vorleben. Nicht irgendwann, nicht vielleicht – sondern ganz genau, in dem Moment, in dem wir es am wenigsten erwarten und am meisten brauchen.

Mit der Zeit ist mir immer klarer geworden: Das, was wir Kindern sagen, verschwindet nicht. Es setzt sich fest, ganz tief und leise. Es klingt weiter, manchmal jahrelang, und wird irgendwann zu ihrer eigenen inneren Stimme – zu dem, was sie über sich selbst denken und fühlen, wie sie mit Schwierigkeiten umgehen und wie sie sich selbst begegnen. Welche Worte wir pflanzen, entscheidet mit, welche Wurzeln wachsen.

Aus diesem Gedanken ist mein erstes Buch entstanden – und der Wunsch, dass er nicht zwischen zwei Buchdeckeln bleibt. Wortwurzeln ist das, was daraus geworden ist. Kein perfektes Konzept und kein fertiger Ratgeber, sondern ein wachsender Ort für alle, die spüren, dass Sprache im Familienalltag mehr ist als Information. Für alle, die achtsamer werden möchten mit dem, was sie sagen – nicht weil sie perfekt sein müssen, sondern weil sie lieben, wen sie vor sich haben.

Schön, dass du da bist. Ich freue mich, dass du ein Stück des Weges mitgehst – und wer weiß, vielleicht werden auch unsere Worte hier zu etwas, das bleibt.